»Berlin im 19. Jh.: Eine Stätte jüdischer Historiker deutscher Geschichte«
Soirée mit Vortrag, Musik und Gespräch
Am Mittwoch, 10. Dezember 2025 um 19.00 Uhr
Location:
Alexander und Renata Camaro Stiftung, Berlin
Potsdamer Straße 98A (Hinterhof), 10785 Berlin
Zugang barrierefrei
Eintritt frei
Vortrag von Prof. Dr. Ulrich Wyrwa, Potsdam/Berlin im Rahmen der neuen Reihe:»Jüdische Männer und Frauen gestalten Berlin - vom 18. bis 20. Jahrhundert«.
Die deutsche und europäische Geschichte im Blick jüdischer Historiker
Mit der Soirée »Berlin im 19. und frühen 20. Jahrhundert: Eine Stätte jüdischer Historiker deutscher und europäischer Geschichte«, Vortrag von Prof. Dr. Ulrich Wyrwa (Potsdam/Berlin), wird unser Programm der nächsten vier Jahre fortgesetzt.
Die Geschichtswissenschaft in Deutschland vom 19. bis weit in das 20. Jahrhundert hinein wird vielfach als ein historischer Block gezeichnet, der ein durchweg konservatives, deutsch-nationales bis nationalistisches Bild der deutschen Geschichte gezeichnet habe. Diese Darstellung ist unvollständig und lückenhaft. Jüdische oder aus jüdischen Familien stammende Historiker und eine Historikerin, die in Berlin ihre Wirkungsstätte hatten, haben ein anderes Bild der deutschen Geschichte gezeichnet. Sie hielten an der Aufklärung und den Ideen von 1789 fest und riefen den Humanismus und das demokratische Erbe und die europäischen Dimensionen der deutschen Geschichte in Erinnerung. Scharfe Kritik übten diese jüdischen Historiker an ihren konservativen Kollegen, die den preußisch-deutschen Obrigkeitsstaat verteidigten und ihre – nicht nur nationalen – Feindbilder pflegten, die Republik ablehnten und die erste deutsche Demokratie delegitimierten.
Im Anschluss laden wir unsere Gäste wieder ein zum Gespräch und Austausch mit Wein, Wasser und Brezeln.
Vortrag: Prof. Dr. Ulrich Wyrwa (Potsdam/Berlin)
Musik: Marika Gejrot, Cello (Berlin)
Eine Kooperation der Ephraim Veitel Stiftung mit der Stiftung Stadtmuseum, Berlin

Gefördert durch die Lotto Stiftung Berlin

