Die Ephraim Veitel Stiftung ist wahrscheinlich die älteste jüdische Stiftung in Deutschland, die seit ihrer Stiftung im Jahre 1799 und ihrem Wirksamwerden 1803 ununterbrochen bis heute besteht, trotz gegenteiliger Bemühungen der Nationalsozialisten. Um ihre vom Stifter Ephraim Veitel Ephraim, dem Hofjuwelier und Hofagenten Friedrichs des Großen und Friedrich Wilhelm II, vorgesehenen und den gegenwärtigen Umständen entsprechenden Zielsetzungen wieder erfüllen zu können, und diesem historisch-institutionellen Denkmal im Bewusstsein der Öffentlichkeit Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, ist die Stiftung auf Förderungen von außen angewiesen. Das ursprüngliche Stiftungskapital der Stiftung ist vor allem durch die Ereignisse der Herrschaft des Nationalsozialismus und den zweiten Weltkrieg stark dezimiert worden und konnte nach dem Krieg wegen der verhinderten Restitution nur minimal konsolidiert werden. Die Ermöglichung der weiteren Stiftungsarbeit ist nur dank neuerlicher Förderung möglich geworden.

Private Förderungen

Frau Gabriele von Guilleaume
Die Förderung durch Frau Gabriele von Guilleaume ist für uns eine besondere Ehre und Freude, denn sie ist in direkter Linie eine Nachfahrin unseres Stifters Ephraim Veitel Ephraim (1729-1803), über dessen Sohn Heyman Veitel Ephraim (1763-1821), sodann Moses Heymann Ephraim (1781-1826), der (1812) mit der Taufe seinen Namen in Martin Ebers änderte. Ihm folgte Meier Moses Ephraim (1802-1837), mit der Taufe 1828 zu Moritz Georg Ebers geworden. Einer seiner Söhne, der berühmte Ägyptologe und Romancier Georg Moritz Ebers (1837-1898) war das nächste Glied in der Kette. Ihm folgte der impressionistische Maler und Buchillustrator Hermann Ebers (1881-1955). Seine Tochter Brigitte, verheiratete von Hennet, gab die Linie weiter an Ihre Tochter Marie-Elisabeth, verheiratete von Guilleaume, sie schließlich war die Mutter von Gabriele von Guilleaume.

Als Grund für ihre Förderung der Arbeit der Ephraim Veitel Stiftung nennt die Stifterin:
»Als Zeichen meiner Dankbarkeit in dem Bewusstsein um die unermüdlichen Anstrengungen des derzeitigen Stiftungsvorsitzenden, Prof. K. E. Grözinger, die Stiftung aus dem Zwangsexil erfolgreich nach Berlin zurückgeführt zu haben und die Geschichte der Stifterfamilie zu erforschen sowie in dem Bewusstsein um die Verantwortung vor der Geschichte der Juden.
Es ist mir daher ein besonderes Anliegen, die Arbeitsfähigkeit der Ephraim Veitel Stiftung in Zukunft gesichert zu wissen, damit sie durch ihre Tätigkeit die umfangreichen auf die Bewusstseinsbildung ausgerichteten Stiftungsziele weiterhin durch Recherchen, Projekte und Veranstaltungen verfolgen kann. Diese vielfältige und ambitionierte, wider den antijüdischen Zeitgeist ausgerichtete Arbeit muss unbedingt und nachhaltig größtmögliche Unterstützung und Anerkennung erfahren. Dazu will ich meinen Beitrag leisten.«

Öffentliche Förderungen und Kooperationen

Die LOTTO-Stiftung Berlin
Die LOTTO-Stiftung Berlin hat der Ephraim Veitel Stiftung 2018 für zunächst zweieinhalb Jahre eine Förderung zur Durchführung der historisch-wissenschaftlichen und kulturellen Projekte, Soiréen, Werkstattgespräche und Forschungen zur Geschichte der Familie Ephraim und ihres kulturellen Umfeldes bewilligt.

Die Stiftung Stadtmuseum Berlin – Museum Ephraim-Palais
Die Stiftung Stadtmuseum Berlin fördert die Ephraim Veitel Stiftung indem sie ihr Gastrecht im 1987 wiedererrichteten Stammhaus der Stifterfamilie Ephraim, dem Ephraim Palais, in Berlin-Mitte sowie Kooperation in ihren Projekten gewährt.

Spenden
Zur Unterstützung unserer Arbeit sind uns jederzeit einzelne Spenden auch in geringer Höhe willkommen. Die Spender und Spenderinnen werden wunschgemäß an dieser Stelle namentlich aufgeführt.

Zustiftungen
Dank der Zustiftungen durch die Eheleute Hermann und Annelore Baum aus Leverkusen und von Herrn Albert Repp aus Köln konnte ab dem Jahre 1993 die Stiftungstätigkeit nach langer Pause in beschränktem Umfang wieder aufgenommen werden.