Soirée mit Vortrag, Musik und GesprächAm Dienstag, 24. Februar 2026 um 19.00 UhrLocation:Alexander und Renata Camaro Stiftung, BerlinPotsdamer Straße 98A (Hinterhof), 10785 BerlinZugang barrierefreiEintritt frei

Vortragsabend mit Beiträgen von:Inka Bertz, Kuratorin für Kunst am Jüdischen Museum Berlin,Prof. K. E. Grözinger, Vorsitzender der Ephraim Veitel Stiftung undDr. Michael Bischoff, Sammlungskurator Bildende Kunst der Stiftung Stadtmuseum Berlin.

Mit der 17. Soirée »Jüdische Porträts am Ende des 18. Jahrhunderts. Szenen aus einer Geschichte des kulturellen Wandels« wird unsere Veranstaltungsreihe im Rahmen des Themas »Jüdische Männer und Frauen gestalten Berlin – vom 18. bis 20. Jahrhundert« fortgesetzt.

Inka Bertz, Kuratorin für Kunst am Jüdischen Museum Berlin (i.R.) und Autorin wird den zentralen Vortrag des Abends halten zum Thema: „Jüdische Porträts am Ende des 18. Jahrhunderts. Szenen aus einer Geschichte des kulturellen Wandels.“ Die jüdische Porträtkultur im Umfeld der Haskala ist ein bemerkenswertes historisches Phänomen. Der Vortrag wird Beispiele aus der erstaunlichen Fülle jüdischer Porträts vorstellen. Sie eröffnen Einblicke in das Selbstverständnis der Dargestellten, sowie in das Beziehungsgeflecht zwischen ihnen und den Künstlern im Berlin um 1800.

Als Einführung wird Prof. K. E. Grözinger, Vorsitzender der Ephraim Veitel Stiftung, einige Bemerkungen zum „sogenannten jüdischen Bilderverbot und dessen Realität in der jüdischen Kunst bis zum Mittelalter“ vorausschicken.

Dr. Michael Bischoff, Sammlungskurator Bildende Kunst der Stiftung Stadtmuseum Berlin, wird abschließend ergänzend über „Johann Georg Rosenberg und sein Bildnis eines jüdischen Gelehrten (1788) – eine bedeutende Neuerwerbung des Stadtmuseums Berlin“ referieren.
2025 hat der Verein der Freunde und Förderer für das Stadtmuseum Berlin den Ankauf einer bedeutenden Porträtzeichnung ermöglicht, die der Berliner Radierer und Maler Johann Georg Rosenberg 1788 geschaffen hatte. Das meisterhafte Blatt zeigt einen jüdischen Gelehrten, bei dem es sich wahrscheinlich um einen wichtigen Vertreter der jüdischen Aufklärung in Berlin handelt, den hebräischen Dichter und Philosophen Isaac Satanow (1732-1805). Dr. Michael Bischoff stellt die Neuerwerbung und ihren Urheber Rosenberg vor, der zu den wichtigsten Berliner Kunstschaffenden der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts gehört. Vor allem bekannt ist er wegen seiner Berlin-Ansichten. Daneben schuf er Porträts prominenter Persönlichkeiten.

Musik: Caspar Jörns, Berlin mit Werken von Fanny Hensel (Piano)

Im Anschluss laden wir unsere Gäste wieder zu Gesprächen bei Wasser, Wein und Brezeln ein.

 

Vorschaubild:
Johann Georg Rosenberg: Bildnis eines jüdischen Gelehrten, 1788, Pastellkreiden auf Papier (Schenkung des Vereins der Freunde und Förderer des Stadtmuseums Berlin e.V.)


Eine Kooperation der Ephraim Veitel Stiftung mit der Stiftung Stadtmuseum, Berlin


Gefördert durch die Lotto Stiftung Berlin